Dorfarchiv

Historie Dewitz/ Döbitz

zusammengetragen von Reinhard Mütze

1212 erste urkundliche Erwähnung von Döbitz/ Dewitz

um 1280 Bau der romanischen Kirche

1490 Trennung Dewitz von Döbitz, als zwei eigenständige Dörfer

1555 großes Hochwasser der Parthe

1569 Verkauf Dewitz über B.v.Creutz an die Stadt Leipzig

1598 Erstnennung der Schule Dewitz

1625 Pestepidemie in Dewitz mit Ausdehnung nach Taucha

1664 Selbstständigkeit Dewitzer Kirche mit Sehlis als Tochter

1665 Einführung von Kirchenbüchern

1669 Großbrand in Dewitz

1680 Pestepidemie in Dewitz

1686 Vernichtung Dewitz durch Feuersbrunst

1720 erste Mühle auf dem Wachberg
letzte Mühle 1869 gebaut und bis 1919 im Betrieb, bis 1960 als Motormühle

1720 Nauendorf

1929 Vereinigung von Döbitz mit Dewitz

1945 Rittergut und Brennereigut Dewitz / Döbitz, Enteignung auf Befehl der SMAD

1947 Aufhebung der sowjetischen Ortskommandatur

Lage des Dorfes

Nur 1,3 km vom ehemaligen Döbitzer Stadttor (1221-1820) Ecke Dewitzer Str./Wallstraße ist der Dorfteich Dewitz erreicht. Er grenzt direkt an das bereits am 1.1.1929 zu Dewitz eingemeindete Döbitz, dem Sattelhof, einem damals selbständigem Gutsbezirk.

Die Parthe bildet die südliche Grenze der Höfe. Umgeben sind die beiden Ansiedlungen von den mild-Hügeligen Feldfluren der Endmöränenlandschaft der Saale-Eiszeit mit einzelnen besonderem, schützenswerten Biotopen. Eine versteckte Rarität ist die Orchideenwiese am Kleinen Seich. Mit der Pflege dieses Flächennaturdenkmals und auch der Kuppenflora auf dem Schwarzen Berg leistet der NABU Sachsen reale Naturschutzarbeit. Der Erhalt dieser noch ungeteilten Endmoränenlandschaft, einem Schutzgebiet mit besonderer Flora und Fauna, einzig im Leipziger Umland ist eine Herausforderung die der Unterstützung aller bedarf. Die landschaftszerstörende Trassenführung der neuen B87 durch die Restinsel der eiszeitlichen Endmoräne betrifft nicht nur die Anwohner.

Die beliebten Radtouren entlang der Parthe würden ihren besonderen Reiz verlieren und dem Massenkorso um die in Renaturierung befindliche neue Seenlandschaft gleichen.

Die Nachbarorte von Dewitz sind Gordemitz und Jesewitz im Nordosten, Sehlis im Südosten, Panitzsch im Süden, Plösitz im Südwesten, Taucha im Westen sowie Pönitz im Nordwesten. Zu dem nahegelegenen Sehlis, ehemals Tochterkirchbereich, bestehen bis heute enge Beziehungen.


 

Dorfchronik by Reinhard Mütze

Geschichte entsteht nicht von selbst – sie wird gesammelt, bewahrt und erzählt. Unser Chronist Reinhard Mütze hat über viele Jahre hinweg unzählige kleine Puzzleteile aus Archiven, Erinnerungen und Dokumenten zusammengetragen. Daraus ist eine Dorfchronik entstanden, die zeigt, wie sich Taucha-Dewitz über die Jahre entwickelt hat und welche Geschichten hinter unserem Dorf stecken.

Die Geschichte des verwitterten Steins

befindet sich auf dem Dewitzer Friedhof. Grabmahl für die Ehefrau des Rittergutsbesitzers.

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